MUSIKALISCHE VERWANDLUNGEN

- Original und Transkription (mit Einführungsvortrag 18 Uhr) -


Konzertdetails:

Am Freitag, 03.07.2015, um 19:30 Uhr

im Kaulbach-Villa - Bibliothek

80539 München, Kaulbachstraße , 15
Anfahrt: U-Bahn 3,6 und Bus 154 "Universität"

in Karte anzeigen.

Ende der Veranstaltung: ca. 22 Uhr


Preise:
Kaulbach-Villa Kat. I
35.00 Euro Normalpreis
30.00 Euro ermäßigter Preis
30.00 Euro für Kinder bis 14 Jahre
Kaulbach-Villa Kt. II
30.00 Euro Normalpreis
25.00 Euro ermäßigter Preis
25.00 Euro für Kinder bis 14 Jahre

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Verehrte Freunde der besonderen Musik,

zu jeder Zeit haben sich Komponisten – mehr oder weniger, bewusst oder unbewusst – von ihren Vorläufern zu eigenen Werken inspirieren lassen. Zuweilen haben sie auch ganz dezi­diert Stücke berühmter Vorgänger bearbeitet und explizit als „Hommage“ oder „Transkrip­tion“ herausgegeben. Ferruccio Busoni und Franz Liszt sind zwei herausragende Klavier­virtuosen des 19. und beginnenden 20. Jahr­hunderts, die nicht zuletzt durch ihre Bearbei­tun­gen bekannter Werke von Vorläufern wie Bach oder Schubert zu großer Berühmtheit gelang­ten. Auch heute haben Transkriptionen einen festen Platz im Konzertbetrieb, allerdings hört man sie fast nie zusam­men mit den zugehörigen Originalwerken. Dies ist der besondere Clou beim Sommerkonzert des Pianistenclubs.

Unter den zahlreichen Bach-Transkriptionen von Busoni ragt seine Bearbeitung der Chaconne aus Bachs d-Moll-Partita für Violine solo hervor. Die Chaconne ist selbst ein kunstvolles Varia­tionswerk, das durch seine Klavierbearbeitung einem doppelten Transformationsprozess unterworfen wurde. So wird aus dem einstimmigen, sanglichen Violin-Solo ein vielstim­miges, volltönendes Akkordgebäude mit romantischer Klangfülle. Einen ähnlichen Gegen­satz zeigen die Bearbeitungen von fünf berühmten Schubert-Liedern durch Franz Liszt. Durch feine Nuancierungen, dynamische Abstufungen und spezielle Begleitfiguren werden stimm­liche Kontraste wie zum Beispiel die Stimmen des Erzählers, des Vaters, Kindes und des Erlkönigs beim letzten Lied subtil auf das Klavier übertragen.

Lassen Sie sich vom Geiger Ingolf Turban, vom Bariton Florian Prey und den Pianisten­ Para Chang, Aglaya Sintschenko, Dmitrij Romanov und Birgitta Eila in die Welt der musikalischen Verwandlungen entführen.

Vor dem Konzert wird Wolfgang Hesse einen Einführungsvortrag zum Thema und den Werken des Konzerts halten, die Musikbeispiele dazu werden von Christian Prawitz am Klavier dargeboten.

Freuen Sie sich auf eine außergewöhnliche Konzertidee mit dem interessanten Hintergrundwissen eines Profis.

 

Kaulbach-Villa-RS klein

 

Programm:

Johann Sebastian BACH (1685–1750) /Ferruccio BUSONI (1866–1924)
Choralvorspiel zu „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ BWV 645 (1898)
Allegretto tranquillo
Para Chang, Klavier
 
Johann Sebastian BACH
Aus: Partita Nr. 2 d-Moll für Violine solo BWV 1004 (1720)
Chaconne
Ingolf Turban, Violine
 
Johann Sebastian BACH/Ferruccio BUSONI
Chaconne d-Moll aus der Partita Nr.
2 für Violine solo BWV 1004
Bearbeitung für Klavier (1893)
 
Aglaya Sintschenko, Klavier
 
PAUSE
 
Franz LISZT (1811–1886)
Soirée de Vienne Nr. 6 (d’après Franz Schubert, 1853)
 
Para Chang, Klavier
 
Franz SCHUBERT (1797–1828)
Fünf Lieder
Ständchen D 957 (aus dem „Schwanengesang“, 1828)
Auf dem Wasser zu singen D 774 (1823)
Der Lindenbaum D 911 (aus der „Winterreise“, 1827)
Der Doppelgänger D 957 (aus dem „Schwanengesang“, 1828)
Der Erlkönig D 328 (1815)
 
Florian Prey, Bariton; Birgitta Eila, Klavier
 
Franz SCHUBERT/ Franz LISZT
Transkriptionen der fünf Lieder (1838–40)
Ständchen S 558 Nr. 9 (Leise flehen meine Lieder)
Auf dem Wasser zu singen S 558 Nr. 2
Der Lindenbaum S 561 Nr. 7
Der Doppelgänger S 560 Nr. 12
Erlkönig S 558 Nr. 4
 
Dmitrij Romanov, Klavier
 
Einführungsvortrag um 18:00 Uhr zu „Orginal und Transkription –
am Beispiel der Chaconne von Bach/Busoni“
von Wolfgang Hesse
(mit Tonbeispielen, gespielt von Christian Prawitz)
 
Idee und Moderation: Prof. Dr. Wolfgang Hesse
Konzept: Bernd Schmidt


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